Workshop für nachhaltige Arbeits- und Dienstwege in der Region

Mobilität
INTERREG
26.02.2026 Innsbruck
[caption id="attachment_6457" align="aligncenter" width="1170"]NetWorkMob Workshop Mobilitätskonzept NetWorkMob Workshop Mobilitätskonzept[/caption]

Teilnehmer:innen des Workshops "Mobilitätskonzept" im Rahmen von NetWorkMob

Workshop für nachhaltige Arbeits- und Dienstwege in der Region

Rund 20 Vertreter:innen engagierter Unternehmen folgten am 26. Februar 2026 der Einladung zum Workshop „Mobilitätskonzept“ im Rahmen unseres INTERREG-Projekts NetWorkMob. Im Haus der Begegnung drehte sich alles um Betriebliches Mobilitätsmanagement – mit dem Ziel, ein individuelles, praxistaugliches Mobilitätskonzept für das eigene Unternehmen zu entwickeln. Der Workshop wurde vom Klimabündnis Tirol inhaltlich strukturiert und konzipiert und von uns vom Regionalmanagement Innsbruck-Land begleitet und moderiert. Neben fachlichem Input stand vor allem eines im Mittelpunkt: der intensive Austausch untereinander.

 

Mobilität strategisch denken – und emotional verstehen

Bereits zu Beginn wurde klar: Betriebliche Mobilität ist weit mehr als eine Frage von Infrastruktur oder Parkplätzen. Mobilitätsentscheidungen sind stark emotional geprägt – beeinflusst von Routinen, Zeitdruck oder auch der aktuell politischen Lage. All diese Faktoren wirken sich (auch) darauf aus, ob Mitarbeitende mit dem Auto oder mit umweltfreundlicheren Verkehrsmitteln wie Fahrrad oder öffentlichen Verkehrsmitteln zur Arbeit kommen.

Verhaltensänderung gelingt nur, wenn Motive, Hürden und Lebensrealitäten ernst genommen werden. Kommunikation ist dabei kein Zusatz, sondern ein entscheidender Erfolgsfaktor.

 

Mit Canvas strukturiert zum Konzept

Nach einer kurzen Einführung in die Grundlagen des Betrieblichen Mobilitätsmanagements arbeiteten die Teilnehmer:innen entlang der verschiedenen Bausteine eines Canvas – von Angeboten und Maßnahmen über Stakeholder bis hin zu Herausforderungen, Potenzialen und Zieldefinitionen.

Im interaktiven Format wurden zentrale Fragen vertieft diskutiert:

  • Wie werden Mobilitäts-Benefits von Mitarbeitenden tatsächlich angenommen?

  • Wie überzeugt man die Geschäftsführung vom Mehrwert eines Mobilitätskonzepts?

  • Wie gelingt der Schritt weg vom „Gießkannenprinzip“ hin zu zielgerichteten Anreizen?

  • Wie können nachhaltige Anreisen gezielt belohnt werden?


Dabei zeigte sich deutlich: An guten Ideen mangelt es nicht. Die größere Herausforderung liegt häufig in der internen Umsetzung und langfristigen Verankerung im Unternehmen. Und trotz unterschiedlicher Rahmenbedingungen ähneln sich viele Herausforderungen. Umso wertvoller war der offene Erfahrungsaustausch.

 

Überregionale Zusammenarbeit im Interreg-Projekt

Parallel fand ein Mobilitätsworkshop in Südtirol statt, der von unseren Südtiroler Partnern im grenzüberschreitenden INTERREG VI-A Italien-Österreich-Projekt NetWorkMob durchgeführt wurde: Ökoinstitut Südtirol, Plattform Land und Regional Management LAG Pustertal.

Sowohl bei uns als auch in Südtirol war die Stimmung offen, konstruktiv und lösungsorientiert. Deutlich wurde: Betriebliches Mobilitätsmanagement ist kein starres Maßnahmenpaket, sondern ein strategischer Prozess. Erfolgreich ist, wer Mobilität ganzheitlich denkt, strukturiert plant, zielgerichtet kommuniziert und die Mitarbeitenden aktiv einbindet.

Der Workshop hat gezeigt: Die Motivation der Unternehmen ist groß. Nun gilt es, die erarbeiteten Konzepte Schritt für Schritt in die Praxis umzusetzen.