Bergmähder und Lärchenwiesen: Erbe für die Zukunft

Das Projekt widmet sich der Sichtbarmachung der traditionellen Kulturlandschaften Bergmähder, Lärchenwiesen und Almen. Es umfasst alle Maßnahmen, die zu ihrer langfristigen Wertschätzung und Bewirtschaftung notwendig sind. Da viele Landwirte ihre Flächen bereits eigenständig erhalten, liegt der Fokus darauf, der Bevölkerung, Besuchern und insbesondere Schulklassen die ökologische Bedeutung dieser Arbeit sowie das traditionelle agrarische Wissen näherzubringen.

Ein Teil des Projekts ist die Erstellung dieser Informationen auf der bereits bestehenden Seite des Vereins „Schule der Alm“, die eine eigene Unterseite erhält, die als Plattform zur Darstellung der vielfältigen Funktionen konkreter Flächen dienen soll. Ein wesentlicher Aspekt ist die Vermittlung der Bergmähder als identitätsstiftende und kulturell bedeutende Landschaft. Hierbei werden auch Elemente der Kulturlandschaft wie Schrägezäune, Heustadel und Mühlen dokumentiert. Über die Optik hinaus thematisiert das Portal die hohe Biodiversität dieser Lebensräume sowie deren landwirtschaftliche Bedeutung für die Gewinnung von Raufutter. Zudem verdeutlicht das Portal die Rolle der Bewirtschaftung für die Hangstabilität, da die Mahd instabile Brachen in Steillagen verhindert, die sonst zur Bildung von Blaiken und verstärkter Erosion neigen – immer mit Bezug zu konkreten Flächen der Region.

Das Projekt verbindet Landwirtschaft und Gesellschaft, um die Anerkennung für die bäuerliche Arbeit zu steigern. Das Portal schafft ein tieferes Verständnis für den Nutzen dieser Arbeit für die Allgemeinheit – von der Produktion regionaler Lebensmittel über den Lawinenschutz bis zum Erhalt des Landschaftsbildes. 

Um diese Brücke praktisch zu schlagen, arbeitet das Projekt eng mit regionalen Partnern zusammen. Gemeinsam mit den Freiwilligenzentren in den Regionen, den Tourismusverbänden sowie lokalen Schulen ermöglichen wir eine aktive Teilhabe bei konkreten Arbeitseinsätzen. Die Kooperation mit lokalen Erzeugern von Lebensmitteln macht zudem den Wert der regionalen Produkte erlebbar. Ein Patenschafts-Modell ermöglicht darüber hinaus die Unterstützung bei der Sanierung und Erhaltung von Stadeln und Mühlen. So entsteht eine partnerschaftliche Beziehung, in der die Bevölkerung den Erhalt der Kulturlandschaft als gemeinsame Verantwortung begreift.

 

Projektträger: Verein Schule der Alm

Laufzeit: 08.05.2026 – 25.06.2028

Projektvolumen: € 33.443,90 mit 70% Förderung